Die kleine Biblithek vergessener Dichterinnen

Die Geschichte ihres Lebens und ihr Roman „Memoiren einer Idealistin“ (Band 1)

Malwida von Meysenbug wollte nicht das Leben fĂĽhren, das fĂĽr sie vorgesehen war.

1816 wurde sie in eine Welt hineingeboren, in der für eine Frau ihres Standes vieles bereits entschieden schien: Bildung sollte Zierde sein, die Familie den Lebensweg bestimmen, gesellschaftliche Anpassung Sicherheit geben. Doch Meysenbug wollte mehr. Sie wollte selbst denken, lernen, arbeiten, politisch urteilen – und nach ihren eigenen Überzeugungen leben.

Ihr Weg führte sie aus dem höfisch geprägten Elternhaus in die politischen Erschütterungen des 19. Jahrhunderts, in die Revolution von 1848, zur Frauenbildung, ins Exil und schließlich mitten hinein in die geistigen Netzwerke Europas. Sie begegnete Revolutionären, Künstlern und Denkern, lebte in London, Paris und Italien und schuf mit ihrer »Familie der freien Wahl« ein Lebensmodell jenseits der damals vorgesehenen Rollen für Frauen.

Vielleicht gerade deshalb lohnt es sich, sie wiederzuentdecken. Meysenbugs Leben zeigt, dass Selbstbestimmung nicht mit einem einzigen Befreiungsmoment beginnt, sondern mit vielen unbequemen Entscheidungen: der eigenen Familie zu widersprechen, religiöse Gewissheiten infrage zu stellen, auf materielle Sicherheit zu verzichten, zu arbeiten, zu fliehen, neu anzufangen – und Verantwortung für den selbst gewählten Weg zu übernehmen.

TEIL 1 – LEBEN UND WERK
Ein modern geschriebener biografischer Essay erzählt Meysenbugs außergewöhnlichen Weg von Kassel über Frankfurt, Hamburg und London bis nach Rom. Im Mittelpunkt stehen ihre politischen und religiösen Konflikte, ihr Einsatz für Bildung und ökonomische Unabhängigkeit von Frauen, ihre Erfahrungen mit Revolution und Exil sowie ihre Beziehungen zu Persönlichkeiten wie Alexander Herzen, Giuseppe Mazzini, Richard Wagner und Friedrich Nietzsche.

TEIL 2 – MEMOIREN EINER IDEALISTIN · ERSTER BAND
Danach kommt Malwida von Meysenbug selbst zu Wort. Der ungekürzte erste Band ihrer berühmten Memoiren führt von den frühesten Kindheitserinnerungen über familiäre und religiöse Konflikte bis in die Revolution von 1848 und das Londoner Exil. Es ist weit mehr als eine private Lebensgeschichte: ein unmittelbares Zeitzeugnis über Freiheit, Frauenemanzipation, Bildung, politische Hoffnung, Niederlage, Neuanfang und die Suche nach einem selbstbestimmten Leben.

Gerade heute wirkt Meysenbugs zentrale Frage überraschend gegenwärtig: Wie lebt man so, dass die eigenen Überzeugungen nicht nur Gedanken bleiben? Ihre Antworten sind nicht bequem und nicht widerspruchsfrei. Genau das macht sie glaubwürdig – und lesenswert.

„Neu entdeckt! Die kleine Bibliothek vergessener Dichterinnen“ macht Autorinnen wieder sichtbar, deren Stimmen aus dem literarischen Gedächtnis verschwunden sind. Jeder Band verbindet ein neues biografisches Porträt mit einem zentralen Originalwerk – damit aus einem Namen wieder eine Stimme wird.

  • Softcover, 532 Seiten, deutsch, Format  15,24 x 22,86 cm, 24,90 €
  • eBook 14,90 €

Ich hätte so gern Lust auf Dich (Leseprobe)

ISBN-Nummern:

Hardcover: ISBN 978-3-910973-71-8

eBook: ISBN 978-3-910973-73-2

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