Die kleine Biblithek vergessener Dichterinnen

Die Geschichte ihres Lebens und ihr Roman "Briefe, die ihn nicht erreichten"

Elisabeth von Heyking kannte Peking, New York und Kairo nicht aus Büchern und Reiseberichten, sondern aus eigener Erfahrung. Sie lebte zwischen Kontinenten und Kulturen, zwischen gesellschaftlicher Konvention und persönlicher Sehnsucht, zwischen großer Politik und den leisen Erschütterungen des eigenen Lebens.

Als ihr zunächst anonym veröffentlichter Briefroman „Briefe, die ihn nicht erreichten“ erschien, wurde er zu einer literarischen Sensation.

Was als Reise durch eine faszinierende Welt beginnt, wird nach und nach zu etwas viel Persönlicherem: Eine Frau schreibt einem Mann, der ihr nähersteht, als sie offen aussprechen kann. Sie erzählt ihm von Städten und Landschaften, von Begegnungen, Politik und Gesellschaft – und zwischen den Zeilen immer mehr von sich selbst.

Es sind Briefe über Nähe und Entfernung. Über Sehnsucht und Zurückhaltung. Über das, was Menschen einander sagen – und über all das, was unausgesprochen bleibt.

Dann dringt die Weltgeschichte mit aller Gewalt in dieses persönliche Leben ein. Die Ereignisse des Boxeraufstands in China machen aus der Entfernung plötzlich Ungewissheit. Nachrichten widersprechen einander. Hoffnung und Angst wechseln sich ab. Und die Briefe, die Nähe schaffen sollten, bekommen eine tragische Bedeutung.

Gerade darin liegt die besondere Kraft dieses Romans: Heyking verbindet gesellschaftliche Beobachtung und politische Schärfe mit großer emotionaler Feinheit. Ihre Erzählerin ist gebildet, selbstironisch, empfindsam und eigenständig. Sie sieht die Welt mit offenen Augen – und sie erlaubt sich, über Liebe, Freiheit, Einsamkeit und das eigene Leben nachzudenken.

Diese Neuausgabe lädt dazu ein, eine elegante, kluge und lange übersehene Autorin des frühen 20. Jahrhunderts neu zu entdecken.

Der Band beginnt mit einer ausführlichen biografischen Einführung zu Elisabeth von Heykings außergewöhnlichem Leben, ihren Reisen, ihrer Zeit und ihrer literarischen Bedeutung. Anschließend folgt der vollständige, ungekürzte Roman „Briefe, die ihn nicht erreichten“.

Ein Buch über Sehnsucht und Weltläufigkeit, über die feinen Erschütterungen eines Lebens zwischen Nähe und Distanz – und über eine Frau, deren Stimme mehr als hundert Jahre später erstaunlich gegenwärtig geblieben ist.

„Neu entdeckt! Die kleine Bibliothek vergessener Dichterinnen“ gibt Schriftstellerinnen wieder eine Bühne, deren Bücher einst gelesen und geliebt wurden und deren Namen später aus dem kulturellen Gedächtnis verschwanden. Jeder Band verbindet Leben und Werk – und lässt die Autorin anschließend mit einem ihrer bedeutenden Originaltexte selbst wieder zu Wort kommen.

  • Softcover, 128 Seiten, deutsch, Format  15,24 x 22,86 cm, 16,90 €
  • eBook9,90 €

Elisabeth von Heyking (Leseprobe)

ISBN-Nummern:

Hardcover:  ISBN 978-3-910973-72-5

eBook: ISBN 978-3-910973-70-1

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